Rücksichtnahme vor den Grundschulen

//

Ansgar Scharnke

Rücksichtnahme vor den Grundschulen

Liebe Neuenhagener,

vor unseren Grundschulen wird regelmäßig vom Ordnungsamt und der Revierpolizei Neuenhagen kontrolliert. Darüber hinaus werden Problembereiche gesondert betrachtet. Anfang Februar gab es vor der Goethe-Grundschule eine solche Vor-Ort-Verkehrsschau, um die Bedingungen beim Ankommen der Schüler zum Schulbeginn zu bewerten und nach möglichen Maßnahmen für eine sichere Verkehrsführung zu suchen. Während der einstündigen Bestandsaufnahme – unter Anwesenheit der Schulleitung, dem Vorsitzenden der Elternvertretung, einer Mitarbeiterin des Straßenverkehrsamtes, Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Revierpolizei Neuenhagen – kam es zu teilweise gefährlichen Situationen. Selbst das uniformierte Aufgebot schreckte einige Eltern, die ihre Kinder in die Schule brachten, nicht vor unerlaubten Haltemanövern ab. Durch solche vermeintlichen Bagatellverstöße entstehen unberechenbare Verkehrssituationen für unsere jüngsten Neuenhagener, die sie aufgrund ihres Alters und der mangelnden Erfahrung nicht einschätzen können. Das Ordnungsamt beobachtet, dass täglich in zweiter Reihe gehalten wird, was letztendlich einer Vollsperrung der Straße gleichkommt. Der fließende Verkehr kommt zum Erliegen. Die Rathausstraße und die Pestalozzistraße liegen innerhalb einer Tempo-30-Zone. Leider wird dort die Vorfahrtsregelung rechts vor links von einigen Kraftfahrern missachtet. Besonders in der Pestalozzistraße, wo Radfahrer, Autofahrer und Fußgänger aufeinander treffen, ist es während der höchsten Verkehrsdichte unübersichtlich. Um diese Situation zu entschärfen, wurden verschiedene Möglichkeiten einer Änderung der Verkehrsregelung besprochen. Derartige Änderungen müssen beim Straßenverkehrsamt in jedem Fall vollumfänglich begründet werden. Festzustellen ist, dass nach aktuellem Stand die Gegebenheiten vor Ort keine Anpassungen möglich machen. Steigende Einwohnerzahlen haben den Erweiterungsbau in der Goethe-Grundschule nötig gemacht. Die größere Schülerzahl bringt die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in der morgendlichen Rush-Hour an ihre Grenzen. Deshalb appelliere ich gemeinsam mit dem Ordnungsamt, der Polizei sowie der Schulleitung an die Eltern: Erklären Sie Ihren Kindern die Verkehrsregeln und leben sie diese vor allem selbst vor. Es wird auch zukünftig unregelmäßige Kontrollen seitens der Ordnungsbehörde und der Revierpolizei Neuenhagen geben. Darüber hinaus strebt die Revierpolizei eine zielgerichtete Prävention in den ersten Elternversammlungen an.

Die Situationen vor den Schulen und auch Kitas in Neuenhagen sind unterschiedlich. Jedoch sollte das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme überall im Ort gelten. Der „Bringeverkehr“ vor den Einrichtungen zeigt ganz unterschiedliche Ausprägungen. Ich wünsche mir, dass an der Grundschule Am Schwanenteich nach dem Umbau der Dorfstraße der Verkehr sicherer wird, auch weil schon jetzt der neu entstandene große Parkplatz für die Sporthalle Raum zum Halten bietet. In der Langenbeckstraße bewertet das Ordnungsamt den ruhenden Verkehr kritisch. Würden die Eltern ihre Kinder aussteigen lassen und weiterfahren, wäre dem Problem vor der Fallada-Grundschule schon entgegengewirkt. Leider lassen sich Eltern verleiten, mit Bekannten in den morgendlichen Austausch vor der Einrichtung zu treten, wodurch anderen, noch ankommenden Eltern die Möglichkeit des Parkens verwehrt wird. Demnach entstehen kurzzeitige Staus, da die Kinder in zweiter Reihe aus dem Auto steigen müssen.

Der Zeitraum während der „Bringezeit“ der Schüler beläuft sich lediglich auf 10 bis 15 Minuten. Ich wünsche mir für diese Zeit besondere Achtsamkeit und Rücksichtnahme, auch wenn das morgendliche Stressniveau durch Zeitdruck hoch ist. Vielleicht hilft hier eine Anpassung der morgendlichen Routinen, um mit einem Zeitpuffer in den Tag zu starten. Das macht uns alle entspannter und schützt unsere jungen Bewohner.

Home - Impressum - Datenschutz